September 2012
1 Eintrag
August 2012
3 Einträge
Ich begann, jeden weiteren Satz, bevor ich ihn niederschrieb, danach zu...
–
Wilhelm Genazino
Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich...
– Georg Büchner: Leonce und Lena.
Das Schicksal der Literatur als fehlgeschlagene Wirklichkeit.
– Genazino – Der Untrost und die Untröstlichkeit der Literatur
Juni 2012
4 Einträge
Das ganze Haus steht in Schlafanzügen mit der Polizei im Treppenhaus, die der Sohn einer älteren Nachbarin verständigt hat, weil er seine Mutter seit Tagen nicht erreichen kann. 30 Minuten folgt keine Reaktion auf Klopfen, Klingeln und Rufen. Dann öffnet sie ganz verdutzt die Tür und erklärt sich mit “Ich gucke halt gerade Fußball”. Polizei lachend ab.
Anonym fragte: Ist keine Frage, aber deinen Kram hier liest man gern. <3
Vielleicht geht Eintönigkeit mit physischem Schmerz einher, weil etwas...
– D. F. Wallace
[…] denn niemand von uns kann jemals das wirkliche Ausmaß seiner Wünsche, seiner...
– Gustave Flaubert, ‘Madame Bovary’ (via decentlife)
Mai 2012
1 Eintrag
Merken Sie sich, lieber Fürst, dass es für einen Menschen unserer Zeit und...
– Dostojewski: Der Idiot
April 2012
2 Einträge
Stockholm, ich mag dich.
– Komm, fliegen wir nach Stockholm! – Okay. So fangen große Geschichten an. An einem Freitag vor keine Ahnung wie vielen Wochen war es so weit.
In weiser Voraussicht hatte ich in der vorherigen Woche bereits in der Zentralbibliothek einen vollgepopelten Stockholm-Stadtführer von 1718 ausgeliehen. Dieser informierte, dass wir lieber einen Flug nach Göteborg, Norrköping oder Kattegat hätten buchen...
Der Albatros
Oft kommt es vor, dass, um sich zu vergnügen,
Das Schiffsvolk...
– Charles Baudelaire
März 2012
3 Einträge
Gesalzener Lachs mit Rüben. Und Edvard
Während wir uns bei Hattori Hanzō die Bäuche vollschlagen, kommt uns die Idee: Ist nicht Edvard Munch in der Stadt?
„Der war Alkoholiker“, kommt es hysterisch aus der einen Ecke des Saals. Eine Mitvierzigerin trappelt aus Richtung des Biografie-Rundgangs zu ihrer Freundin, wiederholt den Satz noch mal. „Ach, deswegen sind da so viele Flaschen auf den Bildern.“
Das ist doch was, denke ich mir...
Nächstes Mal, wenn ich eine schriftliche Arbeit einreiche, werde ich mir von dem Dozenten schriftlich bestätigen lassen, dass ich sie mit dem abgesprochenen Inhalt und Umfang schreiben darf, und er nicht versucht hat, zwischen den Zeilen zu kommunizieren, dass ich sie nahe Gieboldehausen im Harz in Falsettstimme vortragen muss, um nicht durchzufallen und höchstens unter Zuhilfenahme von 30...
Kassel – wenn du nicht darüber sprechen willst,...
Ich habe angefangen zu denken, ich habe das Leben verstanden – natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt, aber das reicht vorerst. Ich habe herausgefunden, dass ich mir selbst helfen kann. Dass es okay ist, zu verzweifeln, dass genau das sogar zum Leben gehört. Dabei sage ich leise „Das ist bloß das Leben“, wenn es ungemütlich wird. Es wird schnell ungemütlich und ich werde fürchterlich...
Februar 2012
4 Einträge
Die Sehnsucht läßt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub....
– Marcel Proust
Die Zukunft ist und bleibt unbekannt, denn mit jeder eintretenden Gegenwart...
– Niklas Luhmann
Allein freilich ist Freiheit die nothwendige Bedingung, ohne welche selbst das...
– Wilhelm von Humboldt
Dass die Sprache ein Trauma in sich trägt, ist kein Grund, ihren Gebrauch zu...
– Judith Butler
Januar 2012
3 Einträge
Dass das weiche Wasser in Bewegung
Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt....
– Brecht
Ihr sollt Dichter eures Lebens sein!
– Friedrich Nietzsche
Wollüstig schaudert es ihn vor dem Blick in die innere Maschinerie der Seele....
– Christa Wolf – Kein Ort. Nirgends
Dezember 2011
8 Einträge
Wir, als Nicht-Helden, können uns höchstens darum kümmern, die Lebensqualität zu...
– Michael Tanner
Er schrieb gegen die Romantiker, die Beladenen, die Zu-viel-Wissenden, deren...
– Golo Mann über Friedrich Nietzsche
Die Deutschen – man hieß sie einst das Volk der Denker; denken sie heute...
– Friedrich Nietzsche
Ich befinde mich in einem schwer bestimmbaren Zustand und habe gleichzeitig...
– Das Glück in glücksfernen Zeiten
Wahrscheinlich merken die Menschen nicht, dass unsere Freiheit eine Freiheit des...
– Das Glück in glücksfernen Zeiten
Ich lebe in einer Art ewigem Erschrocken-Sein. Der Dauer-Schreck geht auf mein...
– Das Glück in glücksfernen Zeiten
Aus der Barbarei von einem Wunschtraum zur Kultur geführt, dann, sobald dieser...
– Psychologie der Massen
Die Daseinsberechtigung der Götter, Helden und Dichter besteht darin, den...
– Psychologie der Massen
November 2011
3 Einträge
Die Gesellschaft sagt, er ist ein kranker Mensch. Aber an deiner Stelle würde...
– Dostojewski, Der Idiot
Ach, es muss öde und leer und traurig sein, später zu sterben als das Herz.
– Heinrich von Kleist an Caroline von Schlieben, am 18. Juli 1801
September 2011
1 Eintrag
Ich kann nicht sterben, ohne mich, zufrieden und heiter, wie ich bin, mit der...
– Abschiedsbrief – Heinrich von Kleist
Juli 2011
1 Eintrag
Wenn du neben mir Platz nimmst, bricht meine Einsamkeit aus.
– Wilhelm Genazino
März 2011
4 Einträge
Doch weißt du, was das Schlimme ist an der Liebe? Du kannst so wunderlich sein...
– Kleine Lichter
Etwas Panisches liegt in der Liebe. Jetzt weiß ich es. Sieh dir ein Tier an,...
– Kleine Lichter
Es gibt allerlei Arten, einen Menschen zu morden oder wenigstens seine Seele,...
– Stiller
Was ist bloß mit den Wörtern los? Ich schüttle Sätze, wie man eine kaputte Uhr...
– Max Frisch-Entwürfe zu einem 3. Tagebuch
Februar 2011
2 Einträge
Nach zwanzig Jahren des Nachdenkens bin ich zu dem Schluss gelangt, dass die...
– Und Nietzsche weinte
Gedanken sind die Schatten unserer Empfindungen - immer dunkler, leerer,...
– Und Nietzsche weinte
Januar 2011
8 Einträge
Ich spürte, dass der Mann krank sei, auf irgendeine Art geistes- oder gemüts-...
– Der Steppenwolf
Wie Tausende von seinesgleichen, machte er aus der Vorstellung, dass ihm zu...
– Der Steppenwolf
Die Wahrheit ist, dass ich nicht mehr genau weiß, was sich wirklich ereignet...
– Ein Regenschirm für diesen Tag
Es ist so, dass mir ihr Leben plötzlich leid tut. Auch sie ist nicht...
– Ein Regenschirm für diesen Tag
In unserem Lande
Dürfte es trübe Abende nicht geben
Auch hohe Brücken über die...
– Der gute Mensch von Sezuan
Was tun Sie”, wurde Herr K. gefragt, “wenn Sie einen Menschen...
– geschichten vom herrn keuner
warum reisen wir? auch dies, damit wir menschen begegnen, die nicht meinen, dass...
– Max Frisch
Dezember 2010
1 Eintrag
Ein großer Teil dessen, was wir erleben, spielt sich in der Fiktion ab, das...
– Max Frisch
November 2010
2 Einträge
Some love too little, some too long,
Some sell, and others buy;
Some do the...
– Wilde - The Ballad of Reading Gaol